European Memories - Erasmus+

Das Projekt wird im Rahmen des neuen europäischen Förderprogramms Erasmus+ durch die EU finanziell gefördert. Mit ihrem neuen Programm will die EU die Interkulturalität zwischen jungen Menschen verbessern und die allgemeine und berufliche Bildung sowie die Jugendarbeit modernisieren. Erasmus+ fördert grenzüberschreitende Partnerschaften und die Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und Ausbildungsstätten sowie Jugendorganisationen.

Vor über hundert Jahren begann die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts – der Erste Weltkrieg! Herauszufinden welche Bedeutung dieses Ereignis für Europa hatte und was die Erfahrungen jener Zeit für den europäischen Einigungsprozess bedeuten, ist das Ziel unseres Projektes „European Memories - Collecting, Constructing, Connecting“.

In diesem Projekt arbeiteten Schüler aus vier verschiedenen Ländern, nämlich Polen, Irland, Frankreich und Deutschland, gemeinsam an verschiedenen Themen zum Ersten Weltkrieg, so z.B. „Unsere Schule im Ersten Weltkrieg“, „Kriegspropaganda in den verschiedenen Ländern“, „Heimatbriefe von der Front“, „Kunst während des Ersten Weltkriegs“,... Die Ergebnisse wurden künstlerisch in einem ‚europäischen Archiv’ gesammelt und ausgestellt.

Schülerinnen und Schüler der vier Schulen arbeiteten in international gemischten Gruppen, sammelten authentisches Material und werteten verschiedene Quellen zu unterschiedlichen Themen aus (collecting). Sie tauschten ihre Ergebnisse online aus und verarbeiteten diese künstlerisch nach eigenen Ideen. Jede Gruppe gestaltete eine ca. 30x30cm große Ausstellungsbox (nach dem Konzept des französischen Künstlers Christian Boltanski), in der die Schüler ihr fertiges Produkt präsentierten. Dabei waren der künstlerischen Phantasie keine Grenzen gesetzt. Sie fertigten z.B. eigene Zeitungen, Bildbände, Comics, Poster etc. an, die in den jeweiligen Boxen medial ausgestellt werden. Andere Gruppen entwarfen (zusätzlich) Bild-Text-Collagen, Poster, Graphiken,...

Unsere gesammelten Boxen wurden symbolisch auf "europäischen Säulen" getragen und in der Eingangshalle des Hittorf ausgestellt (constructing). Durch das Erforschen unterschiedlicher Quellen, den gegenseitigen Austausch historischer Perspektiven und das Planen der künstlerischen Verarbeitung ließen sich die Schüler der verschiedenen – einst verfeindeten – Länder auf einander ein, um ein gemeinsames europäisches Gedächtnis aufzubauen. (connecting). Sie vergegenwärtigten sich nicht nur die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges, sondern erschufen eine kollektive Erinnerung über die Tragik und über persönliche Schicksale jener Zeit.

In Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die Seminare und Workshops zu museumspädagogischer Arbeit für unsere Schüler anbot, erhielten wir im Februar 2015 außerdem die Gelegenheit, unser Archiv im Museum "Henrichshütte Hattingen" Eltern, Lehrern, Schülern sowie einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das von der EU finanzierte Erasmus+ Programm lief über zwei Jahre bis zum Sommer 2016. Nach einem Projektmanagementreffen der verantwortlichen Lehrer, der Museumsdirektion und der Schulleitung im Oktober 2014 am Hittorf, kam es zum ersten transnationalen Projekttreffen mit 30 Schülern aus den vier verschiedenen europäischen Ländern im Februar 2015 in Recklinghausen. Im Februar 2016 reiste unser Archiv zu unserem Projektpartner nach Trim, Irland. Während dieser Woche wurde unser Archiv durch neue Themen erweitert. Die Schüler ergänzten ihre zuvor erarbeiteten landesspezifischen Ergebnisse gegenseitig, überlegten, wie sie ihr Thema künstlerisch präsentieren möchten und planten die Ausstellung am Ende der Projektwoche im Office of Public Works (OPW) in Trim.

Folglich wuchs unser europäisches Gedächtnis von Jahr zu Jahr und wird hoffentlich in den nächsten Jahren weiter wachsen.

Wenn Sie mehr über unser schönes, europäisches Projekt lernen und sehen möchten, stöbern Sie etwas auf den folgenden Seiten.

Außerdem finden sie sämtliche Schülerergebnisse sowie weitere Eindrücke, Fotos, Beiträge auf unser Facebook-Seite: "European Memories - Erasmus+"