Theaterwerkstatt

Klasse 7-9

In der Theaterwerkstatt treffen sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9, die Spaß daran haben, theaterpraktisch zu arbeiten. Was heißt denn theaterpraktisch?

Ganz klar gehört da das szenisch-darstellende Spiel dazu: Wie kann ich Figuren in kurzen Szenen oder ganzen Stücken glaubhaft darstellen, welche Möglichkeiten (und Grenzen) bieten mir da Mimik, Gestik, Stimme und Körperspiel? Hier helfen spielerische Schauspiel-, Körper- und Stimmübungen und Improvisationen sich in eine andere Rolle zu versetzen und diese in einer Inszenierung umzusetzen.

Zur Rolle gehören aber auch immer der Rollentext und damit auch die Stückvorlage. Daher setzen wir uns natürlich auch kritisch-gestalterisch mit Text und Sprache auseinander: Wie ist der Text dramaturgisch gestaltet? Wie wird das auf der Bühne sichtbar, was im Text geschrieben steht? Muss man eigentlich alles spielen, was die Textvorlage vorgibt und vor allem: wie? Wie schreibt man selbst einen szenischen Text?

Theaterpraktisch beinhaltet aber noch viel mehr: Wie helfen Kostüme, Maskenbild, Requisiten und Bühnenbau dabei, eine theatrale Illusion zu schaffen? Welche Wirkung haben Licht und Ton auf einzelne Szenen und das gesamte Stück? Welchen Einfluss hat eigentlich das Publikum auf das, was auf der Bühne geschieht? Muss Theater eigentlich immer auf einer Bühne stattfinden?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, steht die theaterpraktische Arbeit immer in Verbindung mit einer projekthaften Inszenierung, hierbei kann es sich um ein klassisches Theaterstück wie auch freiere Formen wie Collagen, Pantomime-Performances oder szenische Lesungen handeln. Die jeweilige Gruppe entscheidet jedes Jahr neu, zu welchem Themenkomplex und welcher Inszenierungsform sie arbeiten möchte.

Im Idealfall kommt es im Verlauf oder im Anschluss an die theaterpraktische Arbeit zu einer Aufführung vor der Schulöffentlichkeit.